Das StonemanteamGanz im Süden des Freistaates Sachsen erhebt sich das Erzgebirge. Seine höchsten Gipfel liegen allerdings nicht in Deutschland, sondern im benachbarten Tschechien. Durch dieses bis zu 1244 m hohe Waldgebirge verläuft seit 2014 der sogenannte Stoneman Miriquidi, eine rund. 170 km lange touristische Mountainbike-Route. Es gibt nicht nur den "Stoneman" im Erzgebirge, sondern noch weitere Strecken in Italien, der Schweiz und in Österreich. Die „Stonemanidee“ geht auf den Südtiroler Roland Stauder zurück, der mit dem Stoneman Dolomiti die erste Strecke dieser Art realisiert hat. 

Der RSC zeigt FlaggeGeplant war, die Strecke an drei Tagen zu fahren, so dass noch ausreichend Zeit für den einen oder anderen Stop zur Verfügung stehen sollte.
Um einen lockeren Einstieg in das Abenteuer Stoneman zu gewährleisten, erfolgte die Anreise bereits am 31. Mai und somit einen Tag vor dem Start der Etappentour am 1. Juni. So ging es erst mal zum „Einrollen“ von unserem Quartier im Landhaus Bergidyll in Bärenstein zum bekannten Ferienort Oberwiesenthal und über die bereits in Tschechien gelegenen Die Stoneman RoutenmarkierungOrte Ceske Hamry und Vejprty wieder zurück. Mit von der Partie waren Monika und Dimitri, Susanne und Henry sowie Gerd. Am Nachmittag stieß auch noch Jochen dazu. Von den Eigentümern unserer Unterkunft hervorragend umsorgt konnten wir einen netten Abend verbringen.
Am frühen Morgen des 1. Juni stieß noch unser Gastfahrer Markus zu uns. Die „Stoneman-Anwärter“ waren somit Dimitri, Henry, Gerd, Jochen und unser Gastfahrer. Aufgrund der nicht wirklich guten Wettervorhersage für diesen und die folgenden Tage, hatten wir uns dazu entschieden, die Etappe zu verlängern, um so bereits zu Beginn möglichst viele "Gipfel" mitzunehmen. Im Verlauf der Strecke galt es nämlich insgesamt 9 Gipfel zu erklimmen, um dort ein kleines Loch in die „Stoneman-Startkarte“ zu stanzen. Klettereinlage am FichtelbergDieses „Prozedere“ erinnerte somit entfernt an das "Stempelsammeln" bei CTF- oder RTF-Veranstaltungen. Bei noch schönem Wetter ging es über Oberwiesenthal auf den 1215 m hohen Fichtelberg. Die weiteren "Gipfelstationen" hießen Bärenstein 898 m, Pöhlberg  832 m und Scheibenberg 807 m. Wie auch auf den noch folgenden Etappen führte die Route über einen abwechslungsreichen Mix aus teils sehr ruppigen und mit großen Steinen sowie Wurzeln durchsetzten Singletrails, Wald- und Wiesenwegen, schnellen Forstautobahnen und einigen ruhigen Nebenstraßen. Wie der Untergrund wechselte auch die Landschaft. Es ging durch lauschige Talgründe und Wiesentäler, dichten und weniger dichten Wald sowie kleine Ortschaften. In einigen Ortschaften gab es auch Wasser- und Getränkeversorgungsstellen für Unendliche WeitenRadfahrende. Sehr praktisch! An vielen Stellen gab es dazu immer wieder sehr schöne Aussichten zu bestaunen. Herrlich! Sogar das Wetter spielte letztlich mit - und zwar an allen Tagen! Es war angenehm warm bei Temperaturen zwischen 16 -25° mit "ohne Regen". Unser Quartier bezogen wir im Berggasthof Scheibenberg, der sich oben auf dem gleichnamigen Berg befindet.

 An der Tankstelle

GeschafftMach mal PauseSuesse Verpflegung

Der nächste Tag bescherte uns direkt zu Beginn einen flowigen Singletrail, der extra für Mountainbiker als offizielle Strecke angelegt wurde. Herrlich - vor allem dann, wenn das Bike vorne und hinten mit reichlich Federweg ausgestattet ist. Natürlich konnte man auch mit einem Die ApfelsafttankstelleHardtail Spaß haben, aber leider nicht ganz so viel wie mit einem Fully! Am 913 m hohen Rabenberg konnten wir die ersten „Punkte“ des Tages einlochen. Dort fand sogar ein kleines MTB-Festival statt. Außerdem wurde dort Deutschlands erster „Trailpark“ realisiert. Dieser besteht aus einem speziell für die Nutzung durch Mountainbikes angelegten Wegenetz mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Die rund 200 dort absolvierten "Tiefenmeter" verliefen teilweise über verblockte und mit felsigen Absätzen und Stufen „ausgestatteten“ Singletrails. Herrlich zu fahren - ein gewisses Maß an Fahrtechnik vorausgesetzt! Die nächsten und auch letzten „Punkte“ des Tages wurden auf dem steilen 1019 m hohen Auersberg gesammelt. Unser Etappenziel war der alte Bergbauort Johanngeorgenstadt. Hier logierten wir in der Pension Edelweiß, wo wir bestens von Steffen Meixner, dem Inhaber, umsorgt wurden. Steffen ist auch Radsportler und darüber hinaus unserem Sport u.a. als Organisator eines MTB-Rennens sowie als Rennradtourenguide verbunden. Dazu war er in den 1970er Jahren DDR-Staatsmeister im "Trick-Skifahren". Seine Gaststube ist eine richtige "hall of fame" und dementsprechend mit vielen sportlichen Erinnerungsstücken ausgestattet.

Der Gipfel des KlinovecDer nächste und letzte Tourtag war die Königsetappe, die uns über das Dach des Erzgebirges führte. Die nächsten Stationen hießen Blatensky Vrch 1043 m und Plesivec 1028 m, bevor es vom Skigebiet Nove Mesto auf einem unheimlich flowigen Naturtrail in die Stadt Jachymov hinunter ging. Nach dem tollen Downhill folgte auch gleich der längste Uphill der Strecke, hinauf zum 1244 m hohen Klinovec. Besonders der im letzten Abschnitt zu befahrende „Bergaufsingletrail“ hatte es in sich. Herrlich! Vom Klinovec ging es über blühende Bergwiesen in die auf 1026m Höhe gelegene Siedlung Bozi Dar. Hier ließen wir es uns bei leckeren Palatschinken mit Bananen und Nutella gut gehen. Als Bonus führte uns der weitere Streckenverlauf nochmals über den Fichtelberg, bevor das Abenteuer in unserer Pension in Bärenstein nach insgesamt 193km und 5030 Höhenmetern zu Ende war. 

Die Fichtelbergbahn am Bf. OberwiesenthalNatürlich waren auch Monika und Susanne fleißig und haben die Gegend mit dem Rennrad bzw. Mountainbike erkundet. Diese Touren führten Monika mit dem Rennrad über die Prissnitztalsperre im die Ebene von Karlsbad und auch auf den Klinovec. Eine weitere Tour führte über den Fichtelberg, Tellerhauser nach Tannenberg, Annaberg und Schmiedeberg. Zum Abschluss ging es über Marienberg, Ritzenhain, Satzung und einen Singletrail zurück über die Grenze, nochmal bis zum Pass am Klinovec, immer abwechselnd durch Wald- und Wiesenlandschaften und fast durchgängig auf gut asphaltierten Straßen. Susannes Touren beschränkten sich zu Beginn auf einen Rundkurs, der immer wieder die Schienen der Schmalspurbahn Cranzahl–Kurort Oberwiesenthal (Fichtelbergbahn) kreuzte. In immer größeren Schleifen führten diverse Wege mit sehr Der Bimmelbahnblickguten Ausschilderungen bis nach Annaberg-Buchholz und durch die einsamen Wälder an die Cranzahl-Talsperre. Die Touren waren wirklich sehr idyllisch – weil einsam. Wer die Natur liebt, ist hier gut aufgehoben!

Am 4. Juni war der Ausflug ins Erzgebirge dann zu Ende. Für Susanne, Henry, Jochen und Gerd gab es zum Ausklang noch eine kleine Tour, welche rund um die Trinkwassertalsperre Cranzahl führte. Danach hieß es: Go west – auf nach Hause!

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