Der Ötztaler Radmarathon ist schon bei gutem Wetter eine ganz besondere Herausforderung. 225 km und über 5000 Hm sind die Eckdaten dieser Kletterpartie über Kühtaisattel (2017 m ü. NN), Brenner (1370 m), Jaufen-Pass (2094 m) und Timmelsjoch (2509 m). In diesem Jahr trug das ausgesprochen schlechte Wetter dazu bei, dass der traditionsreiche Marathon für alle Starter noch härter wurde. Bei sehr schlechten äußeren Bedingungen gingen rund 3300 Starter am traditionellen Termin, dem letzten Sonntag im August, in Sölden auf die Strecke. Gemeldet hatten fast 5000 Sportler. Die Wetterbedingungen hatten aber schon sehr viele von einem Start abgehalten und auch von denjenigen, die schließlich gestartet waren, sollten sehr viele das Rennen aufgeben.

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Bereits die erste lange Abfahrt von Sölden zum Fuß des Kühtaisattels in Ötz war bei strömendem Regen und niedrigen Temperaturen kein Vergnügen. Nach dernicht weniger nassen Kletterpartie auf den Pass erwartete die Fahrer dort Temperaturen um 3 Grad Celsius. Wer die Abfahrt nach Innsbruck in Angriff nahm, musste sich den Berg nun förmlich runterzittern. Auch um Innsbruck herum regnete es zunächst, war aber nicht mehr ganz so kalt. Im Anstieg zum Brenner stellte sich dann die von allen, die bis hierhin gekommen waren ersehnte Wetterbesserung ein, es hörte auf zu regnen und später kam zeitweise sogar die Sonne heraus.

Zu den rund 2300 Finishern, die schließlich durchgefroren, ausgepowert aber wohl überwiegend glücklich das Ziel in Sölden erreichten gehörten auch fünf Fahrer des RSC. Am schnellste war Ingo Westhoff unterwegs, der nach 8:38.28h wieder in Sölden war und damit den 128. Gesamt- und 56. Ak-Rang in der Klasse M1 (Männer von 35 bis 50 Jahren) belegte. Eine viertel Stunde später folgte bei seiner schon 12. Teilnahme Peter Hernold (8:54.44h, 185. Gesamt- 89. AK-Rang/M1). Die 9h-Marke knapp verpasste John Klinkhammer (9:12.42h 272. Gesamt-, 143. AK-Rang in Klasse M1).

Ganz besonders erfolgreich waren die RSCler in der Altersklasse der über 60-jährigen. Wolfgang Lippke, der nach 9:29.27h das Ziel erreichte, belegte den 380. Gesamtrang, fuhr in seiner Altersklasse nur ganz knapp am Podium vorbei und belegte den vierten Platz. Mit 19. Teilnahmen beim „Ötzi“ einer der erfahrensten Starter im ganzen Feld war in diesem Jahr Michael Klempnauer. Ein so großer Erfahrungsschatz war bei den schwierigen äußeren Bedingungen offensichtlich sehr nützlich, denn Michael belegte in 10:30.16h nicht nur den 903. Gesamtrang, sondern in der Altersklasse der über 60-jährigen den 9. Platz.

Der letzte im Bunde der RSC Finisher war schließlich Ralph Herkendell in 11:24.47h, was den 1435. Gesamt- und 862. Altersklassen-Rang bedeutete. Obwohl angesichts der Bedingungen der eine oder andere unterwegs geschworen hatte, zukünftig einen Bogen um den „Ötzi“ zu machen, wurden noch am selben Abend schon Pläne für das nächste Jahr geschmiedet :-)

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