Für den 18. Oktober stand bereits seit einiger Zeit ein Ausflug ins Sauerland auf der To-Do-Liste. Statt wie bisher meistens in Richtung Willingen oder Winterberg zu fahren, hieß das Ziel dieses Mal Sundern, genau genommen der “SKS Bike Trail“, der im Stadtzentrum seinen Ausgangspunkt hat. Zunächst musste jedoch noch für Tobias und mich der Koffeeinpegel erhöht und die Versorgung mit Kohlehydraten sichergestellt werden. Nach einer ausgiebigen Stärkung in einem netten Café ging es anschließend auf die Strecke. Das bedeutete auf größtenteils asphaltierten Wegen die Stadt zu verlassen und “Land zu gewinnen“. Doch schon bald fanden wir uns in der so typischen welligen Landschaft des Sauerlandes wieder, die sich südlich von Sundern aber nicht nur durch endlose Fichtenwälder, sondern auch durch viele offenen Wiesenlandschaften und Weihnachtsbaumplantagen auszeichnet. Apropos Weihnachtsbaumplantagen. Geht es nach den dort wachsenden Nadelbäumen, dann müsste für die nächsten Jahre eindeutig die Blautanne der Favorit in Deutschlands guten Stuben werden.

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Die Strecke führte uns größtenteils über befestigte Forstwege auf den Höhenzug des Drubergs. Es folgte ein phänomenaler Downhill auf einer nicht enden wollenden “Schlammpiste“, ehemals wohl ein netter Waldweg, der aber durch den Einsatz schwerer Forstfahrzeuge “transformiert“ wurde. Für uns bedeutete das so etwas wie “Schlammsurfen“. Kurz vor dem Erreichen des kleine Weilers Endorfer Hütte folgte dann eine nette Flussdurchquerung, die Dank der montierten Schutzbleche aber relativ trocken verlief. Das “Dach der Tour“ erreichten wir in Wildewiese, wo wir vom 648m hohen Schomberg schöne Fernblicke hatten. Über einen Wechsel von Forstwegen und kurzen, aber dafür sehr schönen leichten Singletrailpassagen (S 0 bis S 1 in der Singletrailskala), näherten wir uns dem Höhenzug östlich des Sorpesees.

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Plötzlich lief uns ein mit einer Warnweste bekleideter Hund entgegen. Kurz darauf hörten wir auch schon die Rufe mehrerer Menschen. Wir waren mitten in eine Treibjagd geraten! Ohne dass auf uns geschossen wurde, konnten wir uns dem Treiben entziehen. Am Sorpesee ließen wir es uns auf der Terrasse eines Cafés bei Eis, Cappuccino und einer heißen Waffel nochmal richtig gut gehen. Es folgte der finale Up- und Downhill zurück nach Sundern. Die Navigationsgeräte verzeichneten knapp 4 Stunden Fahrzeit, rund 57 gefahrenen Kilometer und rund 1400 mitgenommene Höhenmeter.

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Im Rückblick eine sehr schöne Tour, die so ziemlich alles bietet, was den Freunden der “Fetten Reifen“ Spaß macht.

Gerd