Begonnen hat für mich Sydney-Melbourne Alpine 1200 mit einer schlaflosen Nacht. In Sydneys Innenstadt wird auch noch Samstag Nacht gebaut.

Startaufstellung

Morgens um sechs stand deshalb ein übermüdeter Radler im Regen am Start. Dies war auch ein Grund dafür, warum ich bereits in Canberra nach gerade mal 330 Kilometern die erste kurze Schlafpause einlegen musste.

Der zweite Tag brachte Sonnenschein und unzählige Anstiege ... und leider auch meinen offiziellen Ausstieg. Nach einem anstrengenden Klettereinsatz bin ich auf dem Rad eingeschlafen und wäre beinahe in einen "Van" gefahren. An der nächsten Kontrolle habe ich dann erst mal versucht etwas zu schlafen, was aber meinem adrenalinangereicherten Körper in diesem Moment nicht gelang. Nach einer Weile wurde ich dann sicherheitshalber mit dem Auto transportiert - Richtung Laurell Hill, der nächsten Übernachtungsmöglichkeit.

Ich war nun also ein "DNF" und mir fehlten 52 Kilometer und ein Kontrollstempel ...gute Nacht!

Nach einigen Stunden Schlaf erwachte ich ... und fühlte mich wie neugeboren. Kurz vor vier Uhr morgens setzte ich also meine Reise fort - auf dem Rad. Es wurde ein sehr, sehr warmer Tag. Die Kletterei fiel bei teils bis zu 40°C und ungeschützter Sonneneinstrahlung recht schwer. Die Organisatoren verbreiteten Wohlgefallen über meine Entscheidung und die Nachricht "Alexander flies again!" Der Abend brachte Kühlung und nochmals einen Anstieg von 100  auf knapp 1000 m ü. NN. In der Nacht erwachte der Wald zu einer Konzertarena, jedoch besitzen nicht alle australischen Waldbewohner eine schöne Stimme.

In Mansfield gab es für mich dann noch mal ein Bett. Die letzten 220 Kilometer gingen zunächst relativ unspäktakulär in einem ständigen Auf und Ab weiter. Von der Sonne war an diesem Tag nichts zu sehen.

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Das Finale entwickelte sich dann jedoch zu einem Horrortrip. 50 Kilometer auf Highways während der "Rush Hour" immer Richtung Melbourne City ... "but we survived!" Ja, ich habe diese Tour überlebt. Das war mein erster Gedanke im Ziel!